Gewölbebrücke Klecken: Trauerspiel mit gutem Ausgang
Grundinstandsetzung der Kleckener Gewölbebrücke bleibt im Haushalt gesichert In der jüngsten Ratssitzung wurde über den Haushaltsplan 2026/27 der Gemeinde Rosengarten entschieden. Mehr als 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren bei der öffentlichen Sitzung wieder dabei. Mit besonderem Blick auf die geplante Sanierung der historischen Gewölbebrücke in Klecken bestätigte Bürgermeister Dirk Seidler, dass die Grundinstandsetzung trotz angespannter Haushaltslage fest eingeplant ist.
Obwohl in allen vorangegangenen Ausschüssen gemeinsam mit der Gruppe SPD/Grüne/UWR einer Sanierung der Brücke mehrheitlich zugestimmt worden war, kam es in der entscheidenden Gemeinderatssitzung nun zu einem Vauxpas: Die UWR-Fraktionsvorsitzende Christiane Schetzschen beantragte, über die Brückenmittel separat abzustimmen. Sie argumentierte, die Sanierung käme nur einem kleinen Teil der Bevölkerung zugute.
Die Ratsvorsitzende setzte daraufhin spontan eine Bürgerfragestunde an. Nach engagierten Wortmeldungen, die den hohen praktischen und kulturellen Wert der Brücke betonten, musste Frau Schetzschen eingestehen, dass sie noch nicht einmal alle Unterlagen kannte, die den Ratsmitgliedern zugestellt wurden. So kannte sie beispeilsweise nicht die fachtechnische Stellungnahme des Brückenexperten Prof. Dr. Steffen Marx, in der die Sanierung und der Erhalt des Bauwerks nachdrücklich empfohlen werden.
Am Ende wurde der Antrag mit einem Patt von 13 zu 13 Stimmen bei einer Enthaltung abgestimmt. Damit blieb der Antrag ohne Mehrheit und der Budgetposten für die Sanierung der Gewölbebrücke ist somit gesichert. Die Ausschreibung und Auftragsvergabe sind für das kommende Jahr vorgesehen, die Instandsetzung soll 2028 erfolgen.
Auch der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Matthias Grabe war nach der Sitzung sehr froh über die Entscheidung, zeigte sich aber auch enttäuscht über die Antragstellerin: „Wir wollen Frau Schetzschen nicht unterstellen, dass sie das große Publikum nutzen wollte, um sich persönlich im Vorwahlkampf zu profilieren. Ihrem engagierten Vortrag ist durchaus Respekt zu zollen, aber man sollte schon die Aktenlage kennen, bevor man als Volksvertreterin so auf die Bühne tritt!“ Grabe ergänzt: „Die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger durch die Sitzungleitung war vorbildlich. Das haben wir schon ganz anders erlebt. Bedauerlich ist aber immer wieder, wie unvorbereitet und vor allem unabgestimmt die Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/UWR auftritt. Hier braucht es wirklich einen Neuanfang.“
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Unterstützerinnen und Unterstützer der Gewölbebrücke! Besonders an Stefan Vocke, der die Petition organisiert hat.
Nachfolgend sein persönlicher Petitionsbericht zur Information:Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Gewölbebrücke in Klecken,
hier ein Bericht vom Sitzungstermin am letzten Dienstag:
Zunächst ein herzliches Dankeschön an alle Anwesenden – ohne die die geplante Grundinstandsetzung vielleicht doch noch gescheitert wäre.
Aber der Reihe nach:
Bürgermeister Seidler gab zu Beginn einen Überblick über den Haushaltsplan und erwähnte, dass die Grundinstandsetzung der Brücke trotz angespannter Haushaltslage – u. a. aufgrund großer Investitionen in Schulen – fest eingeplant sei.
Nach mehreren weiteren Tagesordnungspunkten stand schließlich die Abstimmung über den Haushalt 2026/27 an. In diesem Moment meldete sich UWR-Fraktionsvorsitzende Christiane Schetzschen zu Wort und beantragte, über die Budgetierung der Brücke separat abzustimmen. Als Begründung führte sie an, die Grundinstandsetzung komme nur einem kleinen Teil der Bevölkerung Rosengartens zugute, während die finanzielle Belastung alle trügen. Außerdem sei am Kleckener Bahnhof eine alternative Querungsmöglichkeit vorhanden. Im Kern lautete ihr Argument, dass eine Sanierung weitere Instandhaltungskosten nach sich ziehe und die eigentliche Entscheidung über den Erhalt der Brücke lediglich in die Zukunft verschiebe.
Sitzungsleiterin Anke Grabe erteilte daraufhin den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern das Wort. Diese brachten gewichtige Gegenargumente vor: So sei die Brücke am Bahnhof für Pferdebesitzer als Ausweichstrecke nicht nutzbar. Zudem sei vielen Anwohnerinnen und Anwohnern der kurze Weg ins Grüne mit einem Abriss verwehrt, und auch Schulklassen und Kindergartengruppen nutzten die Brücke regelmäßig für Ausflüge. Desweiteren gab es den Hinweis, dass Professor Steffen Marx, ein ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet, bei bestehenden Gewölbebrücken eine Sanierung für wirtschaftlich sinnvoller hält. Bürgermeister Seidler ergänzte, dass beim Abriss neben dem eigentlichen Abbruch auch Betonfundamente entfernt werden müssten, was zusätzliche Kosten verursachen würde. Wie sich herausstellte, waren Frau Schetzschen die meisten dieser Punkte nicht bekannt. Trotzdem hielt sie an ihrem Antrag fest.
Die Fraktionen von SPD, Grünen und UWR baten daraufhin um eine kurze Sitzungsunterbrechung zur internen Abstimmung. Anschließend wurde gemeinsam mit der CDU-Fraktion über den Antrag abgestimmt. Das Ergebnis fiel denkbar knapp aus: 13 Stimmen dafür, 13 dagegen, eine Enthaltung. Der Antrag hatte damit keine Mehrheit gefunden und war abgelehnt. Das Publikum spendete spontan Applaus.
Ich habe die große Hoffnung, dass dies der letzte Eintrag zu dieser Petition ist: Der Budgetposten für die Sanierung ist fest im Haushalt verankert. Im nächsten Jahr sollen Ausschreibung und Auftragsvergabe erfolgen, so dass die Grundinstandsetzung 2028 endlich umgesetzt werden kann.
Nochmals vielen Dank an alle!Stefan Vocke
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