So wäre das Waldbad Sieversen zu retten!

August 4, 2026

Ausgangslage

Für den Betrieb eines öffentlichen Frei- oder Hallenbades fordert der Gesetzgeber eine qualifizierte Fachkraft mit der Berufsbezeichnung Fachangestellte/r für Bäderbetriebe (FAB). Die staatlich anerkannte Ausbildung dauert 3 Jahre und umfasst die Überwachung des Badebetriebs, die Rettung und Erste Hilfe, die Steuerung der Badetechnik (Wasseraufbereitung), die Überprüfung der Wasserqualität sowie Verwaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Nach Aussage des zuständigen Verbandes fehlen in Deutschland aktuell über 2.500 FAB – Tendenz steigend. Viele vergebliche Versuche der Gemeindeverwaltung Rosengarten, qualifiziertes Personal zu finden, um den Betrieb des Waldbades sicher zu stellen, führten letztlich zum Worst Case: Das Waldbad Sieversen bleibt im Sommer 2026 durchgängig beschlossen. Eine Lösung scheint auch für die Zukunft nicht in Sicht.

Aushang am Waldbad Sieversen [Foto: M. Grabe]

Seitens der Grünen im Gemeinderat kam die Idee auf, ein Naturbad zu errichten – eine grundsätzlich gute Sache, weil umweltfreundlich und chlorfrei. Allerdings gibt es bislang kein schlüssiges Konzept, um unter anderem die Kosten realistisch einzuschätzen. Abgesehen davon: Ein Naturbad an der heutigen Stelle fällt allein deshalb aus, weil es mindestens die doppelte Grundfläche des heutigen Beckens benötigt. Grund dafür sind erforderliche Wasservolumen mit Filterpflanzen und Regenerationszone, für die man große Teile der Liegewiese opfern müsste. Aber was wäre unser Waldbad ohne Liegewiese?

So verfällt dieses wunderbare Freibad immer mehr – und dieser bauliche, aber eben auch soziale und sinnstiftende Anlagewert unserer Gemeinde geht immer mehr verloren. Die CDU-Rosengarten und Friedemann Blaffert haben sich deshalb intensiv mit der Materie befasst und festgestellt: Es gibt Lösungen!

Auch er hat hier Schwimmen gelernt und will, dass das wieder möglich ist:
CDU-Bürgermeisterkandidat Friedemann Blaffert [Foto: M. Grabe]

So verfällt das Waldbad und dieser bauliche, aber eben auch soziale und sinnstiftende Anlagewert unserer Gemeinde geht immer mehr verloren. Die CDU-Rosengarten und Friedemann Blaffert haben sich deshalb intensiv mit der Materie befasst und festgestellt: Es gibt Lösungen!

Trennung von Badeaufsicht und technischer Betriebsführung:
Das 3-Aufgaben-Modell

Unser Konzept für das Waldbad Sieversen sieht vor, die sonst in der Fachkraft für Bäderwesen gebündelten Aufgaben von Badebetrieb und Technik mit Hilfe moderner Meldetechnik voneinander zu trennen:

Aufgabe und VerantwortungWer übernimmt sie?
Badeaufsicht, Rettung, Gästebetreuung
während der Öffnungszeiten           
Rettungsschwimmer und Aufsichtspersonal, die über unterschiedliche Träger (Gemeinde, DLRG, Schwimm- oder Förderverein) gestellt werden
Ausstattung der Bäder durch Reinigungs- und Filteranlagen mit moderner digitaler Leittechnik für Messung, Steuerung, Fernwartung und NotfallalarmierungPlanung, Bestellung durch den Träger des Bades, Ausführung durch Fachfirmen, möglichst aus der Gemeinde oder Region
Wartung der Filter-, Chlor- und Pumpentechnik, regelmäßige Inspektionen, digitale Fernüberwachung und NotfallmanagementExterner Fachbetrieb durch Wartungsvertrag mit 24-Stunden-Rufbereitschaft im Havariefall

Dies ist grundsätzlich möglich und wird bereits in zahlreichen Gemeinden in Deutschland praktiziert.

Die rechtliche Betreiberverantwortung verbleibt bei der Kommune oder dem Bäderbetreiber, denn die Gesamtverantwortung für einen sicheren Badebetrieb lässt sich nicht vollständig auslagern. Die technische Betriebsführung kann aber an ein Fachunternehmen vergeben werden.

Gerade bei kleineren Freibädern ist das 3-Aufgaben-Modell sinnvoll.

Rettungsschwimmer und Aufsichtskräfte
konzentrieren sich auf Badeaufsicht, Rettung, Erste Hilfe und Gästesicherheit.
Externe zertifizierte Schwimmbadtechniker
übernehmen Wartung, Inspektionen und Rufbereitschaft.
Digitale Fernüberwachung kontrolliert Wasserwerte, Pumpen, Filter und Chloranlagen rund um die Uhr.
Bei einer Anlagenstörung, die den sicheren Badebetrieb gefährden könnte, wird automatisch ein Alarm ausgelöst, der Beckenbereich geräumt und der technische Bereitschaftsdienst alarmiert. 

Dieses Konzept ist technisch und personell gut umsetzbar und wird bereits erfolgreich praktiziert. Die Kommune oder ein Förderverein beschäftigen qualifiziertes Personal vor Ort für Badeaufsicht, Rettung, Erste Hilfe und Gästebetreuung. Hier kooperiert man oft mit der DLRG oder örtlichen Schwimmvereinen, die gerade in den Sommerferien zum Beispiel zertifizierte Rettungsschwimmer abstellen. Wenn im Falle einer Anlagenstörung die Sirene ertönt, handelt das Aufsichtspersonal wie bei einem drohenden Gewitter und räumt das Becken. Zeitgleich geht eine Störmeldung an den Handwerksbetrieb raus, der umgehend einen Techniker zur Behebung der Störung schickt. Keine Gefährdung und sofortige Schadensbehebung – so soll es sein.

Wartungsverträge mit Schwimmbadtechnik-Firmen

Fachkompetente Handwerksbetriebe oder auf Schwimmbadtechnik spezialisierte Unternehmen leisten für öffentliche Bäder heute schon die technische Betreuung und Betriebsführung der Wasseraufbeeitungsanlagen. Dazu gehören Leistungen wie Wartung, Störungs- und Reparaturdienst, Material- und Hygienemanagement, Filteranlagenwartung, Mess- und Dosiertechnik, Steuerung der Chlorungsanlagen und der Notdienst bei Störfällen. Die Anlagen werden durch moderne Sensortechnik stetig überwacht. Im Falle eines Störfalls erhält der Bereitschaftstechniker des Fachbetriebs sofort eine Meldung auf sein Smartphone – alles Weitere läuft nahezu wie bei einem Feuerwehreinsatz. Gerade kleine und mittlere kommunale Bäder nutzen das 3-Aufgaben-Modell, weil sie alle heutzutage dasselbe Problem haben: Es gibt kaum Fachangestellte für das Bäderwesen. Die wenigen, die es gibt, arbeiten lieber für große, städtische Bäderverbünde, weil eben nur dort eine ganzjährige Tätigkeit möglich ist.

Auch das örtliche Gewerbe kann profitieren

Ideal wäre es, wenn regionale Handwerksfirmen des Wasser- und Sanitärfachs im Auftrag der Gemeinde die technische Bäder-Betriebsführung übernehmen würden. Sie sind vor Ort, haben im Bedarfsfall kurze Wege – und das Geld bleibt in der Gemeinde! Für die technische Betriebsführung schulen sie ihre Fachkräfte über den Bundesverband für das Bäderwesen speziell im Bereich der Schwimmbadtechnik und werden so befähigt, diese Leistung qualifiziert im Sinne der gesetzlichen Forderungen zu erbringen. Erste Gespräche mit Betrieben in Rosengarten laufen sehr positiv.

Für Rückfragen zu unserem Konzept stehen wir Ihnen zur Verfügung. Sprechen Sie uns an, gern auf unseren Wahlständen in den kommenden Wochen bei REWE in Klecken oder bei EDEKA in Nenndorf oder Vahrendorf.

Ihre CDU-Rosengarten & Friedemann Blaffert

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